Aktionen/Wohltätigkeiten

Landjugend spendet 600 Euro für Afrika

Drei Vertreter der Nottulner Landjugend überreichten am vergangenen Dienstagabend einen Scheck in Höhe von 600 Euro als Spende für den Verein „Ein Lächeln für Togo“.

In Person von Theresa Eilmann, Fabian Jansing und Marius Deitert standen am vergangenen Dienstagabend drei Vertreter der Nottulner Landjugend mit einem freudigen Lächeln im Foyer der Firma Giesker & Laakmann. Ausgestellt auf eine Summe von 600 Euro überreichten sie der Schriftführerin des Vereins, Sarah Laakmann, einen extragroßen Spendenscheck. Gesammelt wurde das Geld von den vielen Nottulner Haushalten, die, wie jedes neue Jahr üblich, ihren Weihnachtsbaum zur Entsorgung an die Landjugend übergeben hatten. Jedoch wurde diesmal nicht um eine kleine Spende für einen gemeinnützigen Zweck oder die Jugendförderung gebeten, sondern um eine Spende für den Verein „Ein Lächeln für Togo e.V“, der seit über zwei Jahren ein Waisenkinderdorf mit 500 Bewohnern in Yovokope, Togo unterstützt. Sarah Laakmann, in Vertretung der Schirmherren des Sozialprojekts, nahm den Scheck in Empfang und freute sich über das Engagement der Nottulner Bevölkerung. “Es ist großartig, was uns in den letzten Monaten erreicht hat. Mit dieser tollen Unterstützung kommen wir Schritt für Schritt weiter und können unsere Vorhaben in Togo planmäßig umsetzen“.

Tannenbaumaktion 2019

Wohin mit dem Weihnachtsbaum? Für Nottulner war die Frage am Samstag einfach zu beantworten. Wie jedes Jahr sammelte die Landjugend Nottuln die ausgemusterten Weihnachtsbäume ein. Ausgestattet mit Traktoren und Hängern, holten sie die Bäume auch vor der Haustür ab. Es gab aber auch wieder die gewohnte zentrale Sammelannahmestelle am Parkplatz des Wellenfreibades.

Marius Deitert, der erste Vorsitzende der Landjugend, berichtete: „Wir haben den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen und beenden ihn später mit einem Imbiss.“ Den hatten sich die rund 45 Helferinnen und Helfer auch wirklich verdient. Denn es gab alle Hände voll zu tun. Am Ende bilanzierte die Nottulner Landjugend ein Sammelergebnis von rund 700 Weihnachtsbäumen.

Besichtigung beim Erntemaschinenhersteller Claas in Harsewinkel

Vom Blech zur High-Tech Erntemaschine

Als August Claas 1921 das Patent zum „Knoter“ für eine Strohpresse anmeldete, wusste er noch nicht, welche Reichweite heute sein weltweit agierendes Unternehmen hat. Heute hat der Landmaschinenhersteller Claas in Harsewinkel insgesamt 5000 Patente angemeldet. Das und vieles mehr erfuhr die Landjugend Nottuln bei einer Werksbesichtigung im Stammwerk in Harsewinkel. Viele der jungen Mitglieder wollten wissen, wo und wie die Maschinen gebaut werden, die sie bisweilen täglich fahren.

Die Firma produziert heute auf 50 Hektar, wovon über 20 Hektar überdacht sind, modernste Mähdrescher, Feldhäcksler und Traktoren. Die Landjugend erhielt einen tiefen Einblick in die Produktion und war schier überwältigt, heißt es in einer Pressemitteilung. Über 3500 Menschen arbeiten am Standort Harsewinkel. Zwei ehemalige leitende Mitarbeiter zeigten den Weg vom einfachen Blech bis hin zur Hightech-Erntemaschine.

Nach der Vorfertigung mit Hilfe von Stanz- und Lasermaschinen, den Schweißarbeiten und Oberflächenbehandlungen gelangen die Werkstücke in die Grundmontage. Ein zwölf Kilometer langes Schienennetz, das unter der Decke befestigt ist, befördert die Teile dorthin. Diese werden dann zu ganzen Baugruppen montiert. Schließlich setzen die Mitarbeiter sie an einer der vier Montagebahnen zu funktionsfähigen Maschinen zusammen. Am Ende der Fertigung steht ein riesiger Mähdrescher mit 530 PS und wartet mit seinem bis zu 12,30 Meter breiten Schneidwerk auf den Ernteeinsatz.

Für die Entwicklung und Forschung neuer Innovationen arbeiten ca. 600 Ingenieure. Für die Entwicklung eines Mähdreschers werden von der ersten Zeichnung bis zum Prototypen gerne einmal zehn Jahre gebraucht.

Nach der zweistündigen Werksführung, einem kleinen Imagefilm und ausgiebiger Besichtigung der Ausstellung kehrte die Landjugend mit vielen Eindrücken zurück.